Sozial gerecht und ökologisch wohnen

  • Für die Stärkung des öffentlichen Wohnungsbaus mit der Wohnungsbau Ludwigsburg GmbH, für mehr sozialen und geförderten Wohnraum, für bezahlbaren Wohnraum für Familien mit Kindern und Alleinerziehende, für eine soziale Durchmischung der neuen Wohngebiete!
  • Für Innenentwicklung und gegen die Versiegelung von Grün- und Ackerflächen im Außenbereich, für Nachverdichtung und verträglichen Geschosswohnungsbau!
  • Für den konsequenten Einsatz von natürlichen Baumaterialien, für mehr Photovoltaik- und Solarthermieanlagen auf den Flachdächern der Neubauten, für die Anbindung der Stadtteile an das RegioRad-Verleihsystem, für mehr CarSharing statt eines hohen und damit kostenintensiven Stellplatzschlüssels, für das rechtzeitige Planen von Ladestellen für E-Mobilität, für eine bessere Anbindung an den ÖPNV, egal ob Neubau- oder Bestandsgebiet!
  • Für ein besonderes Wohngebiet "Gartenstadt Fuchshof" mit mehr Gemeinschaftsflächen der Begegnung und des Miteinanders, für neue Quartiersplätze in den bestehenden Wohngebieten, für mehr grüne Wohngebiete mit hohem Wohnwert und einer angepassten Stadtklimatologie, für die Förderung bei Modernisierungen im Bestand!
  • Für das Wohnraummanagement der Stadt, um ungenutzte Leerstände zu vermeiden und Umzugswilligen ein gutes "Tauschangebot" zu machen.

In der baden-württembergischen Verfassung, Artikel 2, Absatz 2, ist das unveräußerliche Menschenrecht auf Heimat festgehalten. Heimat setzt auch eine adäquate Bleibe für die Menschen voraus, eine Bleibe, eine Wohnung, ein "Zuhause", das erschwinglich ist und nicht 40 bis 50% des Einkommens verschlingt. Wohneigentum zu erwerben ist in unteren und mittleren Einkommensschichten nahezu unmöglich, trotz Baukindergeld und (derzeit noch) günstiger Kredite.

In Ludwigsburg gibt es große Engpässe in der Wohnraumversorgung. Die Nachfrage ist beständig hoch und kann vom Wohnungsmarkt trotz einiger Neubaugebiete und Nachverdichtungen nicht gedeckt werden. Daher brauchen wir mehr Wohnraum in der Stadt. Es muss ausgebaut, umgebaut und neu gebaut werden. Der Wohnungsmangel führt zu einer Steigerung der Mieten und der Preise für Wohneigentum. Obwohl das "Zuhause" eine zentrale Rolle in unserem Leben einnimmt, wird die sozial gerechte Verteilung nicht ausreichend berücksichtigt. Es droht eine soziale Schieflage.

Bezahlbarer Wohnraum durch Stärkung der städtischen Wohnungsbaugesellschaft 

Mit der Wohnungsbau Ludwigsburg GmbH (WBL) hat die Stadt Ludwigsburg einen wichtigen Wohnungsbauakteur, der sowohl als Bauträger wie auch als Vermieter das sozial gerechte Wohnen weiter befördern kann. Die WBL bringt sich in den Gebieten wie beispielsweise am Sonnenberg, dem BIMA-Areal, der Jägerhofkaserne oder am Gämsenberg ein. Mit der Entwicklung und Umsetzung des Projektes "Fair-Wohnen" reduziert die WBL die Mieten im Neubau sowie im Bestand. Dies geschieht sozial gerecht abhängig vom Einkommen der Mieter*innen. Mit dem Modell "WohnenPlus" im Neubaugebiet Neckarterrassen wird das selbstbestimmte Wohnen im Alter gefördert. Das barrierefreie und altersgerechte Wohnen ist eine wichtige Aufgabe für die nahe Zukunft, genauso wie die Anbindung der Wohnquartiere an den öffentlichen Personenverkehr oder an das Fuß- und Radwegenetz. Kostenmindernde Maßnahmen, wie die Absenkung des Stellplatzschlüssels bei gleichzeitigem Anbieten von CarSharing- Stellplätzen, müssen umgesetzt werden. Daneben steht auch das Landes-Wohnraumförderprogramm für den sozialen Mietwohnungsbau zur Verfügung.

Bei der Vergabe von Baugrund müssen auch private Bauträger ihren Beitrag für die sozial gerechte Verteilung von Wohnraum leisten und sich an den Fördermodellen beteiligen oder eigene Konzepte entwickeln. Die Möglichkeit von Erbbaurecht soll ausgelotet werden. Baugruppen und gemeinnützige Wohnbauträger wie Genossenschaften, Stiftungen oder Vereine, sollen bevorzugt Flächen zur Verfügung gestellt werden. Für die Entwicklung der Neubaugebiete sind Baugruppenbörsen eine sinnvolle Informations- und Beratungsinstanz.

Wir wollen gemeinsam mit der Wohnungsbau Ludwigsburg die Förderung von bezahlbarem Wohnraum weiter entwickeln. In unserer Stadt wollen wir weitere Angebote für Senioren, große Familien und Alleinerziehende bereitstellen. Daher wollen wir Rahmenbedingungen schaffen, damit sich verschiedene gemeinnützige und soziale Gruppen einbringen können.

Ökologischer Wohnungsbau durch nachhaltige Baustoffe und hohe Energiestandards

Der enorme Kostendruck kann sich negativ auf die Baukultur und Qualität der Baugebiete und Wohngebäude auswirken. Bei Ausschreibung von Baumaßnahmen sollen deshalb Anbieter, die mit ökologischen Materialien und Gebäudebegrünungen arbeiten, bevorzugt werden. Die Vorgaben des Energiestandards beim Neubau sowie bei energetischen Sanierungen müssen deutlich eingehalten und sozialverträglich gestaltet werden. Die Ludwigsburger Energieagentur (LEA) erstellt für die unterschiedlichen Bauvorhaben ein jeweils zugeschnittenes Energiekonzept. Sind größere Heizungsanlagen oder der Anschluss an das Nahwärmenetz geplant, kommen die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) zum Zug. Das modulare Bauen, wie die seriellen Holzbauhäuser CUBE 11 der WBL oder neue Modelle, sollen in verstärktem Maße verwendet werden. Diese können schnell und kostengünstig umgesetzt werden. Ziel ist bei allen Vorhaben neben der Ressourceneinsparung, die Energiekosten langfristig niedrig zu halten und bei zukünftigen Sanierungen die Kosten zu senken.

Wir wollen ökologischen und nachhaltigen Wohnraum in Ludwigsburg schaffen. Außerdem möchten wir neue Maßstäbe bei den Energiestandards setzen und qualitätsvolle Häuser bauen, die auch für die nachfolgenden Generationen ein Zuhause sind. Dieses Zuhause soll den Standards einer Kreislaufwirtschaft entsprechen.

Wohnen und Stadtentwicklung

Der Wohnungsbau in der Stadt muss sich vor allem im Innenbereich abspielen. Innenentwicklung bedeutet zum ersten das Auffüllen von Baulücken. Wir brauchen ein Baulückenkataster und ein Bebauungsprogramm für Baulücken. Dachgeschosse können ausgebaut und Gebäude evtl. aufgestockt werden. In der Stadt leben bedeutet auch den Mut zu einem Stockwerk mehr im Hausbestand mitbringen.

Wir wenden uns gegen zusätzliche Flächenversiegelung im Außenbereich. Das würde zu mehr Verkehr vom Stadtrand in die Stadt führen.

Wir sehen auch dem Bedarf nach neuen Wohnungszuschnitten. Der Trend zu Mikrowohnungen ist angekommen; namhafte Architekten stellen sich der Herausforderung "Wenig Platz, viel Raum". Aber auch der Umbau ehemaliger Industrie- und Bürobauten, etwa im Nestlé-Areal, zu Wohnzwecken steht auf der Tagesordnung. Dabei kann im Rahmen von "Urbanen Gebieten" die strikte Trennung von Gewerbe und Wohnen aufgelöst werden. Das sollte beispielhaft für das Wüstenrot-Gelände beidseits der Bahn im Süden der Stadt angegangen werden: eine große Chance für ein Öko-Quartier ohne Stellplatz-Bedarf mit Busdepot vor der Tür und dem Bahnhof in fußläufiger Nähe.

Zusammenleben in den Lebensräumen unserer Stadt

Mit der Bereitstellung von bezahlbarem ökologischem Wohnraum, als eine der zentralen Zukunftsaufgaben, sollen keine lieblosen und monotonen Wohnblöcke entstehen. Mit den neuen Wohnflächen wollen wir das Zusammenleben der Generationen in Begegnungsräumen und Treffpunkten wie z.B. gemeinsam betriebenen Cafés stärken. Im Außenbereich sollen Lebensräume, wie attraktive Innenhöfe, Spielbereiche, Plätze und Grünflächen mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen. Die Strukturen und Bedürfnisse der Bestandsgebiete sollen mit in das städtebauliche Konzept neuer Wohngebiete einfließen. Eine Verzahnung von alt und neu kann so besser gelingen. Gerade bei der Nachverdichtung, wie bei unbebauten Grundstücken mit einem vorhandenen Baurecht, ist ein faires Miteinander wichtig. Die Planungshoheit muss ganz klar bei der Stadt liegen. Es darf nicht sein, dass Investoren über Art und Maß der Bebauung entscheiden und Boden oder Häuser als Spekulationsmasse betrachten.

Aktuelle Termine

Für mehr Ressourceneffizienz – vom linearen zum zirkulären Geschäftsmodell

Hybrides Fachgespräch u.a. mit Sandra Detzer (MdB)

Anmeldung unter diesem Link

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Austausch zur LEA

mit Silke Gericke (MdL) und Sandra Detzer (MdB)

Die Veranstaltung richtet sich an Mitglieder der Ortsverbände Ludwigsburg, Asperg und Tamm.

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Landesdelegiertenkonferenz BW

Kultur- und Kongresszentrum Oberschwaben Weingarten

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